Wenn man das Idealbild des Wirkungsbereichs eines Intrapreneurs zeichnet, beginnt seine Arbeit bei einer Problemlösung und endet, wenn seine erfolgreich am Markt geprüfte Geschäftsidee professionell ausgebaut und skaliert wird. Er weiß also, wie man eine Lösungsmöglichkeiten für ein bereits bekanntes Problem findet bzw. überhaupt erst ein wichtiges Kundenproblem erkennt. Für die Umsetzung der besten revolutionären Ideen stellt er ein passendes Team zusammen, organisiert sich notwendige Ressourcen und baut schnell einen Prototypen.

Daneben erstellt er einen minimalen Businessplan, baut sich ein geeignetes internes Netzwerk zur Unterstützung auf und bereitet simple Marketing & Sales-Aktivitäten vor, um den Prototypen so rasch wie möglich am Markt zu testen, sprich zu verkaufen. Nach den ersten „kalten“ oder „heißen“ Verkaufsgesprächen wird das Feedback solange in den Prototyp eingearbeitet, bis das Produkt zur Serienreife gelangt. Nach Abschluss dieser Phase weiß der Intrapreneur, ob sein revolutionäres Produkt wirklich ein Kundenproblem löst, von Kunden angenommen, sprich gekauft wird und welches Potenzial in seiner Lösung steckt.

Er bereitet einen professionellen Business-Plan vor, betreibt internes Marketing und präsentiert sehr gut vorbereitet sein Geschäftsmodell in einem „Pitch“ vor der geeigneten Jury. Dann wird entschieden, ob die Geschäftsidee professionell umgesetzt und die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Im positiven Fall kommen interne oder externe Experten mit an Board, um das Geschäftsmodell möglichst rasch und profitabel zu skalieren – wichtigstes Ziel ist es ja, neues und starkes Wachstum für das Unternehmen zu generieren. Der Weg des Intrapreneurs endet grundsätzlich in dieser Phase, seine Mission, also sein Kern-Aufgabe, ist erfüllt: er hat eine möglichst revolutionäre Lösung für ein Kundenproblem entwickelt und bis zur Marktreife umgesetzt. Jetzt übernehmen Experten in den einzelnen Bereichen die Verantwortung. Der Intrapreneur steigt aus dem Projekt entweder komplett aus oder bleibt auf verschiedenste Art und Weise damit verbunden, z. B. als Gesellschafter, Mitarbeiter oder Berater.

In der Praxis gibt es auf diesem Weg natürlich viele Abstufungen, sei es, dass eine progressive statt einer revolutionären Innovation entwickelt wird, sei es, dass die Geschäftsidee als internes Projekt oder gemeinsam mit einem company builder umgesetzt wird. Keine Variante davon ist richtig oder falsch ist, gut oder schlecht, sondern einfach das Resultat des Weges, und das ist gut so. Wichtig ist aus meiner Sicht nur, dass man die Rahmenbedingungen für diesen Weg des Intrapreneurs zu Beginn sauber aufgleist, um Ineffizienzen oder Blockaden zu vermeiden.

Let´s make the world #intrapreneurfit!

 

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