Als Intrapreneur kreiert man unzählige Ideen. Viele davon wird man nach kurzer über längerer Überprüfung am Ideen-Friedhof begraben, einige werden trotz erfolgreichen „proof-of-concepts“ wegen zu geringen Potenzials wieder eingestellt. Egal, wann man eine Idee einstellt, es ist immer eine schwierige Entscheidung und es darf niemals als Scheitern, sondern es muss als „Lern-Erfolg“ gesehen werden.

Man lernt, welche Idee unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht funktioniert und dieses Wissen ist sehr wichtig für das Unternehmen und für den Innovationsprozess. Deshalb wird der Intrapreneur im Idealfall nicht bestraft (Kündigung, Versetzung o. ä.), sondern setzt seine Arbeit – mit Wissen bereichert – mit einem neuen Projekt oder in einem anderen Bereich des Unternehmens fort.

In der Praxis sieht man diesen Idealfall leider noch nicht überall. Warum? Es mangelt nach wie vor an der entsprechenden Fehlerkultur. Wie geht man mit einem gescheiterten Projekt um, wer ist verantwortlich (wer ist der „Schuldige“) und macht so ein Intrapreneurship Programm dann überhaupt noch „Sinn“? (leider wird zu selten die wichtige Frage gestellt, was haben wir denn daraus gelernt?) Und damit verbunden ist die Frage nach dem „Exit“ des Intrapreneurs, was kann/darf/soll er nach einem gescheiterten Projekt machen? Zurück zu seinem alten Arbeitsplatz (und so tun als ob nichts gewesen wäre), Versetzung in eine „Strategie-Abteilung“ ohne Befugnisse oder doch wieder Mitarbeit in einem neuen Innovationsprojekt?

Wenn dieses Ausstiegsszenario nicht von Beginn an klar definiert ist, wird es die Motivation bestehender Intrapreneure entsprechend verringern bzw. jene von angehenden oder interessierten Intrapreneuren gleich auf Null sinken lassen. Als Führungskraft lohnt es sich daher, einmal in die Rolle des Intrapreneurs zu schlüpfen und sich in diese Situation zu versetzen, um zu verstehen, wie es einem Mitarbeiter geht und was er sich wünschen würde. Nämlich dass niemand bewusst scheitert und man gerne dieses erarbeitetete und hart erfahrene Wissen gerne im Unternehmen zu teilen oder/und in einem neuen Projekt wieder einzusetzen.

Let´s make the world #intrapreneurfit!

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