Die Zielsetzung sollte es sein, dass Intrapreneure mittel- und langfristig „Mega-Seller“ entwickeln, die neues Wachstum ermöglichen. Und damit meine ich Produkte, die nicht um 10% mehr als der bisherige Bestseller verkaufen, sondern um den Faktor 10 mehr. Es gibt dafür viele praktische Beispiele aus der Vergangenheit, wie zum Beispiel die Playstation (Intrapreneur Ken Kutaragi), gmail (Intrapreneur Paul Buchheit) oder MacIntosh (Intrapreneur Je Raskin).

Der Weg dorthin ist natürlich steinig und mühsam ist, aber die Intrapreneure sollen möglichst viele kreative und „kreadoofe“ Ideen generieren, um daraus Projekte mit revolutionärem Potenzial herauszufiltern, die anhand von Prototypen rasch im Markt getestet und verbessert werden. Ist ein „proof of concept“ erfolgreich und bewertet man das Potenzial nach wie vor für entsprechend groß, kann die neue Geschäftsidee ausgerollt bzw. skaliert werden.

Ob das neue Produkt zu einem sensationellem Verkaufsschlager wird, kann natürlich nicht garantiert werden, denn es hängt von vielen Faktoren ab. Aber es ist grundsätzlich die Möglichkeit vorhanden, revolutionäre Innovationen zu entwickeln und dabei viele Erfahrungen zu sammeln.

Auf diesem durchaus herausforderndem Weg lernt der Intrapreneur durch neue Blickwinkel und Denkmuster kreativ querzudenken und durch sein häufiges Scheitern mit Ideen baut er einen großen und wichtigen Erfahrungsschatz auf, wie etwas nicht funktioniert. Gerade das Wissen, welche Produktideen oder Geschäftsmodelle nicht funktionieren, ist ein wichtiger Erfolgsbestandteil und kann intern vielleicht einen großen Mehrwert in der evolutionärer Innovation bringen.

Welche Rahmenbedingungen sind für Intrapreneurship notwendig?

Zunächst einmal ist es wichtig, dass es seitens der Unternehmensführung ein langfristiges Bekenntnis zu Intrapreneurship gibt, sprich es sollte kein Programm mit Ablaufdatum sein, sondern eine Abteilung mit unbestimmter Laufzeit. Damit untrennbar verbunden ist auch die Mentorenschaft des Entscheidungsträgers für diese Abteilung. Das bedeutet neben der ressourcentechnischen vor allem auch die mentale Unterstützung für Intrapreneure während ihrer gesamten Arbeit. Zudem müssen auch alle Führungskräfte, die gegebenenfalls zwischen Entscheidungsträger und Intrapreneur agieren, informiert und entsprechend eingebunden werden.

Ressourcen wie Zeit, Kapital, Geduld und Raum sind natürlich wichtige Bestandteile, daneben müssen aber auch wichtige organisatorische Fragen (zum Beispiel Anpassung von Dienstverträgen, Ersatzkapazitäten für Intrapreneure, Urheberrechte etc) vorab geklärt werden, um Intrapreneurship ganzheitlich und mit Erfolg aufzugleisen.

Der wichtigste Erfolgsfaktor ist natürlich der motivierte und innovative Mitarbeiter. Man braucht Intrapreneure, die wissen, was sie tun, die ihre Aufgabe kennen und diese auch umsetzen können. Die Frage ist, wie sich diese Mitarbeiter ihre diesbezügliche fachliche Qualifikation aneignen. Entweder lernen sie es von Kollegen, die schon einmal ein start-up gegründet haben oder sie lassen sich entsprechend ausbilden. Das Institut für Intrapreneurship bietet hierfür eine Reihe von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen an, darunter auch eine zertifizierte Ausbildung vom Experten für Intrapreneurship.

Let´s make the world #intrapreneurfit!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top