Im kreativen Prozess – eine Idee auf deren Bedarf oder Nützlichkeit im Markt zu testen – ist es wichtig zu wissen, ob man sich stets auf dem richtigen Weg befindet. Ich muss möglichst bald wissen, ob der Kunden überhaupt an meiner Produktidee interessiert ist, bevor ich an den Details oder Ausprägungen arbeite. Deshalb geht es in der Entwicklungsphase darum, kein perfekt entwickeltes Produkt, sondern einen Prototypen (ein sogenanntes „minimum viable product“ oder „MVP“) herzustellen und rasch zu testen.

Der MVP muss nur die Basisfunktion anbieten, um diese bei Zielkunden zu testen. Klingt einfach, ist in der Praxis aber oft schwierig umzusetzen. Warum? Weil man einfach gerne seine Idee nicht als Skelett, sondern mit Fleisch und Muskeln und schön angezogen präsentieren möchte. Wir wissen es aus eigener leidvoller Erfahrung, wie schwierig es ist, sich nur auf die wesentlichsten Eigenschaften/Funktionalitäten seiner Idee zu fokussieren und diese beim Kunden zu testen.

Im gegenteiligen Fall treten 2 Probleme auf: erstens neigt man dazu, sehr lange an seiner Idee herumzubasteln. Hier vergeht wertvolle Zeit, die man schon zur Verbesserung / Weiterentwicklung seiner Idee verwenden könnte, würde man den schnell Kunden fragen. Zweitens kann es passieren, dass dann das „window of opportunity“ wieder geschlossen ist und es keinen Kunden mehr interessiert bzw. schon ein Konkurrenzprodukt am Markt ist oder dass generell kein potenzielles Kundenproblem damit gelöst wird.

Deshalb also, liebe IntrapreneurInnen, Mut zur Lücke und raus mit dem Prototypen, um wertvolles Feedback einzuholen! Entweder ist es positiv und man kann seine Idee verbessern oder es ist negativ und man spart sich dadurch Zeit, Energie und Kosten, die man schon für seine nächste intrapreneuriale Idee verwenden kann.

Let´s make the world #intrapreneurfit!

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